Corona-Pandemie: Unternehmen reagiert auf veränderte Nachfrage

So reagiert die Ossenberg GmbH
auf die Krise

Die Corona-Pandemie ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Auch die Ossenberg GmbH musste auf die veränderten Anforderungen reagieren und hat ihr Produktportfolio erweitert. Eine Redakteurin von www.rehacare.de, dem Online-Portal der gleichnamigen Messe für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf in Düsseldorf, hat dies zum Anlass genommen um mit dem Geschäftsführer Carsten Diekmann ein Interview über die Auswirkungen der Corona-Krise zu führen.

Zu welchem Zeitpunkt und warum haben Sie sich entschieden, Ihre Produktion umzustellen bzw. auszubauen?

Durch die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen und der damit verbundenen Freihaltung von Bettenkapazitäten in Krankenhäusern wurden viele nicht-lebensnotwendige Operationen bis auf weiteres ausgesetzt. Zudem wurden Freizeitaktivitäten und Sportveranstaltungen stark eingeschränkt. Der damit einhergehende Nachfrageeinbruch von orthopädischen Hilfsmitteln führte dazu, dass auch unser Unternehmen von Anfang April bis Ende Juni auf das Mittel der Kurzarbeit zurückgreifen musste.

Mit dem Anstieg der Infektionszahlen stieg auch die Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung. Insbesondere qualitativ hochwertige Atemschutzmasken wurden vermehrt nachgefragt. Da wir bereits zertifizierter Medizinproduktehersteller sind, haben wir uns intensiv mit den Herausforderungen auseinandergesetzt und persönliche Schutzausrüstung in unser Angebot aufgenommen.

Welche neuen Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?

Wir haben medizinische Atemschutzmasken Typ 1 nach EN 14683 sowie FFP2 Atemschutzmasken und Hände-Desinfektionsmittel in unser Programm aufgenommen. Wichtig war dabei, dass die Produkte alle notwendigen Zertifikate hatten. Um Fälschungen auszuschließen wurde intensive Recherche betrieben und die Ware ausgiebig geprüft um unsere Kunden mit einwandfreier, geprüfter Ware beliefern zu können.

Wie lief die Umstellung ab? Hatten Sie bereits die notwendigen Maschinen und Fachleute oder mussten Sie aufstocken?

Für die Atemschutzmasken war für kurze Zeit eine eigene Produktion in Deutschland geplant. Die Produktionsräume wurden bereits vorbereitet und es wurden Angebote von unterschiedlichen Maschinenherstellern eingeholt. Da eine gesicherte Abnahme nach der Corona Krise nicht absehbar war, wurde das Projekt verworfen. Wir kaufen Atemschutzmasken nun weiterhin bei unseren zertifizierten Lieferanten ein.

Für das Desinfektionsmittel wurde eine Abfüllanlage angeschafft.
Hierfür waren die notwendigen Mitarbeiter im Haus verfügbar.

 Wie ist das Kundenfeedback?

Da unsere Kunden nun auch für Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel einen zuverlässigen Lieferanten an ihrer Seite wissen, ist das Feedback durchgehend positiv. 

Aus langjährigen Geschäftsbeziehungen kennen unsere Kunden den Qualitätsanspruch an unsere Produkte und können so sicher sein, dass wir auch bei der Schutzausrüstung keine Kompromisse machen.

Hat die Umstellung den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg gebracht?

Die kurzfristige Aufnahme von persönlicher Schutzausrüstung hat den enormen wirtschaftlichen Schaden durch die Corona Krise abgeschwächt und uns bei der Bewältigung dieser herausfordernden Zeit geholfen.

Planen Sie, die neuen Produkte/Dienstleistungen auch nach der Corona-Krise weiterhin anzubieten?

Wird die Nachfrage weiter Bestand haben, werden wir die oben genannten Produkte dauerhaft in unser Programm aufnehmen.

Welche Pläne haben Sie generell für die Zukunft? Welche Perspektiven sehen Sie für 2021?

Corona und die Auswirkungen werden uns noch einige Zeit verfolgen. Unsere Kundenbeziehungen sind Globus umspannend, somit sind wir nicht nur von der Situation in Deutschland abhängig.

In der Zukunft wünschen wir uns, unsere Geschäftstätigkeit international weiter auszubauen. Unser Produktportfolio wird stetig weiter vervollständigt und wir werden uns auch weiterhin auf unsere Stärken besinnen um in dem was wir tun noch besser zu werden.

Den Artikel der REHACARE zum Interview finden Sie hier.

By Jennifer Diekmann

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